Mit Engagement und Zusammenhalt in die Zukunft: Nach der Kündigung des langjährigen Standorts in Gelsenkirchen sicherte ein logistischer Kraftakt die Zukunft des Capri Club Westerholt (CCW). Angelehnt an einen früheren Slogan von Ford: „Besser ankommen“.
Im Juli 2025 stand der CCW vor einer existenziellen Herausforderung. Die unerwartete Kündigung des Mietvertrags zum Jahresende bedeutete nach 25 Jahren das plötzliche Aus für den Standort in Gelsenkirchen-Bismarck.
Betroffen war nicht nur die zentrale Schrauberbude, sondern das gesamte Vereinsheim: Clubräume, Sanitäranlagen sowie rund 30 Container, in denen der Verein Fahrzeuge und Ersatzteile lagert. Das langjährige, eingespielte Vereinsleben stand von heute auf morgen komplett auf dem Spiel.
Hohe Hürden bei der Suche
Die Suche nach einem adäquaten Ersatzgelände gestaltete sich aufgrund der enormen Anforderungen als sehr schwierig. Das neue Areal musste ausreichend Stellfläche für die Werkstatt und die Container-Kolonie bieten, in regionaler Nähe liegen und zudem für den Verein bezahlbar bleiben.
Die Lösung brachte schließlich der Kontakt zur Firma PK Metallbau aus Herne. Der Inhaber zeigte sich engagiert und aufgeschlossen gegenüber dem Oldtimer-Hobby und stellte ein passendes Grundstück zur Verfügung. Vor dem eigentlichen Umzug stand die Gemeinschaft jedoch vor einer enormen logistischen und handwerklichen Aufgabe, da das Gelände zunächst von Grund auf hergerichtet werden musste.
Ein beispielloser Kraftakt der Helfer
Um das Projekt in der verbleibenden Zeit überhaupt realisieren zu können, mobilisierte der Club über sämtliche Kommunikationskanäle ein breites Netzwerk. Was dann folgte, war eine Welle der Hilfsbereitschaft.
Viel Buschwerk, Unrat, Schrott und auch ein Unterstand (im linken Bild) waren auf dem neuen Gelände zu entfernen.
An den kräftezehrenden Arbeitseinsätzen beteiligten sich neben den Clubmitgliedern auch Freunde, Familien und freiwillige Unterstützer. Zudem formierte sich eine tatkräftige Truppe neuer CCW-Supporter, die ohne zu zögern direkt mit anpackten und viel freie Zeit opferten. Die Helfer vollbrachten auf dem neuen Gelände in unzähligen, ehrenamtlichen Arbeitsstunden wahre Wunder.
Die geleisteten Arbeiten auf dem neuen Gelände umfassten unter anderem: Rodung von 800 Quadratmetern Buschwerk und Fällung von Bäumen, fachgerechte Entsorgung von mehreren Containern Baumschnitt, Verlegung aller neuen Ver- und Entsorgungsleitungen, Trennung und Neuaufbau der Stromverteilung, Einebnung, Schotterauffüllung und Verdichtung des Bodens, Begradigung von Kantsteinen und Verlegung von Pflastersteinen sowie die umfassende Beseitigung von Schutt und Schrott auf dem Areal.
Fokus auf den Capri-Teilemarkt
Der Zeitplan für den Umzug war ambitioniert, da ein wichtiges, gemeinsames Vereinsziel feststand. Der etablierte und für die gesamte Capri-Szene bedeutende alljährliche Teilemarkt Anfang Mai sollte ohne Unterbrechung und planmäßig stattfinden.
Durch den unermüdlichen Einsatz aller Helfer gelang es, den straffen Terminplan einzuhalten und das neue Vereinszentrum rechtzeitig funktionstüchtig zu machen. Der erfolgreiche Kraftakt hat den Zusammenhalt innerhalb des Vereins tief und nachhaltig gestärkt. Die fast ausnahmslos positiven Geschichten und Anekdoten dieses Umzugs liefern den Mitgliedern des CCW weiterhin reichlich Gesprächsstoff. Dank der verlässlichen Gemeinschaft scheint mit dem neuen Standort in Herne die Zukunft des traditionsreichen Typenclubs nun langfristig gesichert.
[Text: Stefan Glowatz - Fotos: Stefan Glowatz & Dirk Zentara]












