Text: Frank Lehmann
Fotos: Anton Feßler, Frank Lehmann
Online seit: 13. Juni 2018

Ende Mai gehörte das Messegelände in Friedrichshafen wieder für drei Tage den Klassikern der Motorenwelt. Fans aus der gesamten Region besuchten den Branchentreff am Bodensee – oft im eigenen Oldtimer.

Die Motorworld Classics Bodensee - die elfte Veranstaltung dieser Art an diesem Platz - präsentierte sich mit 800 Ausstellern, Clubs und Teilnehmern aus 17 Ländern. Der Slogan „Zu Wasser, zu Lande und in der Luft“ macht deutlich, dass es nicht nur um rollende, sondern auch schwimmende und fliegende Oldtimern ging. Unter den Oldtimermessen in Deutschland ist der Treff am Bodensee seit zehn Jahren in der Szene bekannt für seinen speziellen Charme. Die Messe begrüßte 2018 knapp 38.000 Besucher.

Ein informativer und einladender Stand zum Thema Capri erwartete die Besucher
in Friedrichshafen.

Ein informativer und einladender Stand zum Thema Capri erwartete die Besucher in Friedrichshafen.

Text & Fotos: Elke & Gerhard WeinfurterOnline seit: 13. Juni 2018

Stark vertreten war der CCD bei den 30. Klassikertagen in Hattersheim.

Stark vertreten war der CCD bei den 30. Klassikertagen in Hattersheim.

Am letzten Mai-Wochenende fanden zum bereits 30. Mal die Klassikertage Hattersheim statt. Damit hat sich die Veranstaltung das H-Kennzeichen verdient.

Das Konzept der Veranstalter - dies sind der Verein Scuderia Leggenda Classica und die Stadt Hattersheim - den Besuchern und Gästen die Teilnahme ohne Nenngeld und Eintritt zu ermöglichen, ging auch in diesem Jahr beeindruckend auf. Zur großen Begeisterung des Publikums trugen auch in diesem Jahr die Vielfalt und Besonderheiten der angereisten bei.

Unser Capri Club Deutschland war zum zweiten Mal mit einem Infostand am Start. Nach dem Motto „Was Rheinbach kann, kann Hattersheim auch“ haben wir die Quecksilbersäule auf über 30 Grad Celsius einprogrammiert. Zur Erklärung: Bei der Veranstaltung in der Nähe von Bonn freuen sie sich auch meist über sehr schönes Wetter.

Text & Fotos: Frank Wilhelm & Malcom BeresfordOnline seit: 27. April 2018

Es war das Millenniumjahr 2000. Die Welt hatte gerade das ganz große Kalenderblatt umgeschlagen und unser Capri Club Deutschland schickte sich an seinen zehnten Geburtstag zu feiern. Die standesgemäße Party sollte im Anschluss an die Mitgliederversammlung im Herbst stattfinden. Das Buffet war ausgewählt, ein DJ gebucht, die Reden geschrieben, aber es fehlte noch etwas…

Wir - Frank Wilhelm und Malcom Beresford - überlegten, wie wir der Feier noch eine kleine Showeinlage verpassen könnten. Da wir beide bereits früher in Bands gespielt und das Musikmachen nie ganz aufgegeben hatten war der Entschluss schnell gefasst: Wir schreiben einen CCD-Song und präsentieren ihn als Programmpunkt der Feier!

Als Vorlage wurde der 60er Jahre-Hit „House of the rising sun“ auserkoren, denn den kennt jeder und er ist relativ leicht auf der Gitarre zu spielen. Wir schrieben einen neuen Text zur bekannten Melodie, in dem wir einige Freunde aus der Capri-Szene ein wenig veräppelten.

Alles Essex auf diesem Bild: Malcom Beresford und Frank Wilhelm vor dem Capri-Typ, der Auslöser für den Song „Querlenker Blues“ war.

Alles Essex auf diesem Bild: Malcom Beresford und Frank Wilhelm vor dem Capri-Typ, der Auslöser für den Song „Querlenker Blues“ war.

Text: Stefan Brockmann
Foto: Bernd „Blacky“ Ebert
Online seit: 27. April 2018

„Den kennt man“: „Blackys“ RS ist wohlbekannt, weil Bernd Ebert zu den ganz aktiven Mitgliedern des CCD gehört und oft mit seinem wunderschönen Fahrzeug die Veranstaltungen bereichert. Nun stand der „Zwosechser“ auf der TC.

„Den kennt man“: „Blackys“ RS ist wohlbekannt, weil Bernd Ebert zu den ganz aktiven Mitgliedern des CCD gehört und oft mit seinem wunderschönen Fahrzeug die Veranstaltungen bereichert. Nun stand der „Zwosechser“ auf der TC.

Im letzten Jahr war der CCD nicht auf der Techno Classica in Essen zu finden – in diesem Jahr feierten wir ein Comeback. Sogar in doppeltem Sinne.

Während ich dies schreibe liegt die TC noch vor uns, die Aktuell erreicht Euch allerdings erst nach der Messe. Es braucht halt seine Zeit zwischen Fertigstellung der Artikel, Druck und Versand. Dennoch möchte ich an dieser Stelle über die Entwicklung des letzten Jahres im Bezug auf die Essener Messe informieren.

Mitte März also, Techno Classica. Wir waren nicht mehr mit einem eigenem Messestand - wie zuletzt 2016 - sondern als Mitglied der Ford Markenclubs auf dem Ford-Stand vertreten. Thema der diesjährigen Messe: „50 Jahre Ford Escort und 50 Jahre Ford RS“. Wir haben einen „schlanken“ 2600 RS präsentiert, das Fahrzeug wurde uns von Bernd Ebert zur Verfügung gestellt, den viele von Euch als „Blacky“ kennen. Die Hintergründe, warum der CCD wieder unter der Ford-Pflaume anzutreffen war, sollen nicht im Dunklen bleiben.

Die geschrumpften Flächen

In den Jahren 2015 und 2016 zeichnete sich die Tendenz ab, dass den Clubs und IG´s immer weniger Fläche für eine Präsentation ihrer Fahrzeuge zur Verfügung gestellt wird. Waren es 2014 noch knapp 100 Quadratmeter, bekamen wir 2015 und 2016 nur noch 56 Quadratmeter. Im letzten Jahr sollten wir uns dann mit 36 Quadratmetern begnügen. Für 2017 hat der Vorstand daher beschlossen, die Teilnahme an der Messe mit eigenem Stand abzusagen da Aufwand und Kosten in keinem Verhältnis zur Verfügung gestellten Fläche und den daraus resultierenden Präsentationsmöglichkeit standen.

Einstimmig: der CCD kehrt zurück

Die Messe aber ganz aus dem Veranstaltungskalender des CCD zu streichen kam nicht in Frage. Der Vorstand war und ist der Meinung, dass ein Verein der Mitglieder nicht nur in Deutschland sondern auch in den angrenzenden Ländern hat auf dem Ford-Stand vertreten sein sollte oder sogar muss. So war es aus den genannten Gründen hier die einzig vernünftige Entscheidung eine Rückkehr zum Konzern anzustreben. Es wurde seitens des Vorstands Kontakt zu den Verantwortlichen bei Ford und den anderen Ford-Clubs aufgenommen, um dieses Ziel zu verwirklichen. Im November 2017 - während der Retro Classics in Köln - wurde ein spontaner Workshop zur Techno Classica von Helga Müller vom Ford Club Service einberufen, auf dem das Thema der Messe 2018, sowie die Fahrzeugwünsche seitens Ford bekanntgegebenen wurden. Die Abstimmung über die Rückkehr des CCD auf den Ford Stand war ein weiterer Punkt dieses Workshops, bei dem sich alle anwesenden Clubs für die Wiederaufnahme des CCD aussprachen.

Gemeinsam mit unserem Beisitzenden Bernd Steeg besuchte ich im Januar den Workshop in den Ford-Werken auf dem die meisten Punkte rund um die Messe geklärt wurden. Dazu zählen Fragen zum Auf- und Abbau, Gestaltung des Messestands, Beleuchtung, welche Fahrzeuge werden ausgestellt, Ausstellerkarten aber auch der Küchendienstplan oder die Einkäufe für den Messestand wurden dort besprochen.

Alles geklärt und Essen im Visier. Für den gesamten Vorstand darf ich sagen, dass wir sehr froh darüber sind, in Essen wieder unter der Ford-Flagge vertreten zu sein.

Wir sehen uns, Euer Stefan Brockmann, Schriftführer Capri Club Deutschland.

Fotoarchiv Techno Classica 2018


Interview: Marc Keiterling
Fotos: Anja Merbach, Jürgen Dietlein, Drive
Online seit: 27. April 2018

Wie bereits in der finalen Ausgabe 2017 der Capri aktuell berichtet, ist Anja Merbach die Wanderpokal-Inhaberin der Saison 2017/2018. Unsere Clubkollegin aus dem fränkischen Fürth erhielt die Auszeichnung in Würdigung ihrer großen Capri-Leidenschaft.

Auf einem Bein kann man nicht stehen. Aller guten Dinge sind drei. Und Anjas Sammlung umfasst fünf. Und noch ein paar Teileträger mehr. Innerhalb der Szene sind sie und ihr Lebenspartner Jürgen Dietlein selbstverständlich bekannt – doch in diesem Interview verrät sie ein paar Fakten bezüglich dieses Hobbys, die selbst langjährigen Weggefährten nicht in Gänze bekannt sind.

Wie bist Du zum Capri gekommen?

Den ersten Capri-Kontakt hatte ich als zehnjähriges Mädchen. Meine ältere Schwester wohnte in Berlin. Ihr Freund besuchte sie dort oft übers Wochenende. Und so ergab es sich, dass er uns - meine Mutter, mich und meine jüngere Schwester - in seinem Auto zu einem dieser Besuche über die Transitstrecke durch die DDR mitnahm. Und eben dieses Auto war ein Capri I in Ocker mit schwarzem Vinyldach. Die Autofahrt beeindruckte mich und ich sagte zu meiner Mutter, wenn ich mal groß bin kaufe ich mir auch so ein „Rennauto“. Als ich im Teenie-Alter war, hatte ich zwei Bekannte, die einen Capri III fuhren. Mit 16 Jahren drehte ich dann auf einem Privatgrundstück eine kleine Runde in einem Capri III mit der 3 Liter-Maschine.

Anja Merbach am Steuer ihres „Nobel-Hobels“: Der Tickford-Capri entstand in einer Kooperation zwischen Ford und Aston Martin.

Anja Merbach am Steuer ihres „Nobel-Hobels“: Der Tickford-Capri entstand in einer Kooperation zwischen Ford und Aston Martin.

Wie lange bist Du bereits in Sachen Capri aktiv?

Meinen Führerschein machte ich im März 1991. Kurz darauf kaufte ich meinen ersten Capri III. Das war ein 2 Liter aus dem Baujahr 1978 oder 1979. Den hatte ich dann nur ein paar Monate, er fiel einem Mercedes zum Opfer, der mir die Vorfahrt nahm.

Maximal 100 Exemplare entstanden vom Tickford-Capri mit Turbomotor, exklusiven Karosserieanbauteilen und aufgewertetem Interieur.

Maximal 100 Exemplare entstanden vom Tickford-Capri mit Turbomotor, exklusiven Karosserieanbauteilen und aufgewertetem Interieur.