Text: Marc KeiterlingOnline seit: 23. Januar 2018

In der Szene ist diese Veranstaltung seit vielen Jahren eine absolute Institution. Der Capri-Teilemarkt der Capri Freunde Dülmen '89 ist weit mehr als nur ein Marktplatz zur Versorgung des Autos. Die traditionell am ersten Samstag im Mai ausgerichtete Veranstaltung war auch stets für Viele der Startschuss in eine neue Fahrsaison. Erste Ausfahrt nach dem Winter, erster Treff eines Jahres mit Gleichgesinnten, aktuelle Benzingespräche.

Daher war es eine traurige Nachricht, als die Dülmener Ende Dezember 2017 aus gesundheitlichen Gründen sowohl den Teilemarkt als auch das Treffen dieses Jahres absagten. Doch Kameradschaft ist, wenn der Kamerad was schafft. Schnell nahmen verschiedene Capri-Freunde Kontakt zum Dülmener Urgestein Hubert Südfeld auf und boten ihre Hilfe an. Hilfe wohlgemerkt, nicht etwa eine „Übernahme“ oder ähnliches. In Dülmen war man über diese Nachfragen sehr erfreut. Besonders als sich die geografischen Nachbarn vom Capri Club Westerholt meldeten. Beide Vereine pflegten schon immer die Nähe, nicht zuletzt weil die Orte der Treffen beider Clubs gerade „um die Ecke liegen“.

Schnell wurden alle notwendigen organisatorischen Fragen in Reihen der Westerholter geklärt und so konnte Dirk Zentara, 1. Vorsitzender des CCW, Mitte Januar verkünden, dass die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet für die Münsterländer in die Bresche springt und den Teilemarkt – zur Freude der Szene – in Vertretung der Dülmener ausrichten wird.

Der Termin bleibt dabei unangetastet: Am Samstag, 5. Mai, findet der Teilemarkt in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr statt. Ort der Veranstaltung ist die sogenannte „Schrauberbude“ des Capri Club Westerholt in Gelsenkirchen. Diese befindet sich im Stadtteil Bismarck, die exakte Adresse lautet: Ahlmannshof 50A. Auch der CCD wird zu diesem Termin mit seinem Ersatzteilsortiment vor Ort sein. Alles in allem ein gelungenes Beispiel, dass das Motto „Gemeinsam sind wir stark“ in der Capri-Fraktion gelebt wird.

Anmeldungen für Teileanbieter sind per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Hier können auch weitergehende Informationen abgefragt werden.


1978 - 2018: 40 Jahre Capri der letzten GenerationOnline seit: 22. Dezember 2017

Offiziell heißt der Typ „Capri 78“ und ist ein modifizierter II-er. Doch die gesamte Fangemeinde und auch alle sonstigen oldtimer-interessierten Menschen nennen dieses Auto „Capri III“. Vor 40 Jahren lief die Produktion der letzten Generation an.

Vorgestellt wurde das modellgepflegte Coupé im Februar 1978. Das Schloss Kronberg im Taunus bildete die Kulisse. Blöderweise passte das Auto durch keine Tür, jedenfalls nicht auf den Rädern rollend. So wurde die Neuvorstellung hochkant ins Gebäude geschafft.

1978 - 2018: 40 Jahre Capri der letzten Generation

Frühe Exemplare in originaler Optik sind heute sehr selten. Die Stahlsportfelgen - bereits am „Capri 73“ zu sehen - wurden nur ganz zu Beginn am „78-er“ montiert. Die optionalen Vinyldächer strich Ford alsbald aus dem Programm. Auch den „Fliegengitter-Kopfstützen“ war kein sehr langes Leben gegönnt. Farben wie das milde „Hochlandgrün“ oder das vergleichsweise krachende Gelb verschwanden bald.

Wir möchten im nächsten Jahr bei den verschiedenen CCD-Auftritten auf Messen, Treffen oder Ausstellungen gern frühe III-er ins Rampenlicht stellen. Dabei ist es unerheblich, ob der Wagen aus dem Produktionsjahr 1978 oder auch 1981 stammt. Wichtig wäre, dass er möglichst ohne Modifikationen oder Umbauten dasteht und die Optik eines frühen Exemplars besitzt.

Du hast ein solches Auto und hättest außerdem Lust, dieses Exemplar den zahlreichen Besuchern in Friedrichshafen, Hattersheim, Rheinbach oder Köln zu präsentieren? Dann freuen wir uns über eine Mail mit einem aktuellen Bild und kompletten Kontaktdaten an diese Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

1978 - 2018: 40 Jahre Capri der letzten Generation


Text: Marc Keiterling
Fotos: Wolfgang Stein, Jürgen Schemel & Anton Feßler
Online seit: 13. Dezember 2017

Anja Merbach erhielt den Wanderpokal für 2018 aus den Händen des 1. Vorsitzenden, Anton Feßler, und des 2. Vorsitzenden, Wolfgang Stein.

Anja Merbach erhielt den Wanderpokal für 2018 aus den Händen des 1. Vorsitzenden, Anton Feßler, und des 2. Vorsitzenden, Wolfgang Stein.

Mit einem 2.3 Liter Super GT aus dem Jahre 1984 begann einst die Sammelleidenschaft. Dieses Auto und der 2.8i sind ja noch sehr normal. Insbesondere als Linkslenker in Deutschland. Dann geht es aber auch schon los mit den Besonderheiten. Ihr II-er in der Farbe Arizonagold-Metallic mit braunem Vinyldach ist ein Rechtslenker. Dies gilt ebenso für den weißen „John Player“ von 1975 sowie für ein seeeeehr besonderes Fahrzeug. Anja besitzt einen Tickford, den Nobel-Hobel mit richtig Leistung aus der Kooperation zwischen Aston Martin und Ford. Mehr zu Anja Merbach und ihrer phantastischen Garage gibt es in der nächsten Aktuell, die im April 2018 vorliegen wird.

Rennsport - inszeniert mit viel Liebe

CCD-Mitglied Georg Klughardt hat bereits im letzten Jahr die Retro Classics mit seinem Stand bereichert. Seine Inszenierung eines Scheunenfunds wurde mit einem Pokal belohnt. In diesem Jahr war der Rennsport das Thema. Drei herausragende Boliden aus dem Kreis der werksseitig eingesetzten Capri präsentierte Georg den zahlreichen Besuchern.

Dieter Glemser pilotierte einst einen der 2,4 Liter starken GT mit Weslake-Motor. Dieses Auto ist eines von nur 50 produzierten Leichtbau-Capris. Glemser, Jochen Mass oder auch Hans Heyer lenkten den Werks-RS von 1973, der sich heute im Besitz von Bernd Siller befindet und vor kurzer Zeit von CCD-Mitglied Gerd Brauneiser wieder zum Laufen gebracht wurde.

Thomas Ammerschläger ist der schlaue Kopf hinter dem Zakspeed-Turbo gewesen. Ammerschläger war in Nürnberg vor Ort und erklärte gern den von ihm für den Capri erdachten „Ground Effect“.

zum Bericht "Termin mit dem Tempomacher"

Im Fokus auf dem Capri-Stand: Thomas Ammerschläger und Jochen Mass.

Im Fokus auf dem Capri-Stand: Thomas Ammerschläger und Jochen Mass.

Weitere Bilder von der Retro Classics in Nürnberg 2017 findet Ihr im   Fotoarchiv

Georg Klughardt zauberte mit den drei Werkscapris der Motorsportabteilung Rennsportatmosphäre pur in die Messehalle. Von links: Leichtbau-Weslake, Gruppe 2-RS und Gruppe 5-Zakspeed. Der CCD war mit einem Infostand vor Ort.

Georg Klughardt zauberte mit den drei Werkscapris der Motorsportabteilung Rennsportatmosphäre pur in die Messehalle. Von links: Leichtbau-Weslake, Gruppe 2-RS und Gruppe 5-Zakspeed. Der CCD war mit einem Infostand vor Ort.


Text: Wolfgang Hommann
Fotos: Wolfgang Hommann, Marc Keiterling
Online seit: 24. Dezember 2017

War es nicht so, dass wir 1976, in meinem Fall im zarten Alter von 15 Jahren, noch bis „in die Puppen“ schlafen konnten? Die Mutter gefühlte drei- bis sechsmal zum Wecken kam und zum Frühstück rief? Der Vater schon längst am Familiensonntag draußen vor der Tür mit Naturschwamm und zwei Eimern Wasser das Auto wusch?

Schnell den Hagebuttentee „genossen“- natürlich mit ordentlich ungesundem Zucker - und ein halbes Brötchen, dass zuvor der Bäckersjunge in den an der Haustür gehängten Beutel gelegt hatte, mit Margarine bestrichen und fix nach draußen: Papa bei der Autopflege helfen.

Mein Job: Den Innenraum mit dem Sauger reinigen. Die schwarzen Stoffpolster gehörten zu einem Taunus L, welcher der Stolz der gesamten Familie war, nachdem sein Vorgänger, ein Käfer 1203, nach vielen Jahren seinen Dienst wegen durchgerosteter Schweller quittieren musste.

Wolfgang Hommann stieß in diesem Jahr neu zum CCD.

Wolfgang Hommann stieß in diesem Jahr neu zum CCD.

Montage einer Nockenwelle

Heute benennt man unseren damaligen Taunus als „Knudsen“. Damals war es das Auto, welches uns nach Jugoslawien in den Urlaub brachte und immerhin erst dort undicht wurde. Eine Allerwelts-Wasserpumpe ließ sich im benachbarten Italien schnell besorgen, Vater konnte sie auch ohne Vorkenntnisse rasch tauschen.

Ebenso - jetzt wieder daheim - die bald eingelaufene Nockenwelle. Die wurde für 49 Deutsche Mark beim örtlichen Ford-Händler geordert und ließ sich ohne Spezialwerkzeug vor der Wohnung am Straßenrand einbauen. Damals bekam der Knudsen vom ADAC die „Silberne Zitrone“, ein unpopulärer Preis, mit dem der Neuwagen mit den meisten Pannen und Herstellungsfehlern „bestraft“ wurde. Heute erntet so ein Typ wohl eher Beifall vom Fachpublikum, wenn man denn einen sein Eigen nennen dürfte.

Familie Hommann im italienischen Campingurlaub. „Im Bild sind von links Campingfreund Giorgio, Tante Ulla mit Neffe Dirk, meine Schwester, ich der Spargel, die Mutter von Giorgio sowie Mutter und Vater Hommann zu sehen“, schreibt Wolfgang zu diesem Bild mit dem „Knudsen“ und Onkel Lothars 12m.

Familie Hommann im italienischen Campingurlaub. „Im Bild sind von links Campingfreund Giorgio, Tante Ulla mit Neffe Dirk, meine Schwester, ich der Spargel, die Mutter von Giorgio sowie Mutter und Vater Hommann zu sehen“, schreibt Wolfgang zu diesem Bild mit dem „Knudsen“ und Onkel Lothars 12m.

Text: Wolfgang Hommann
Fotos: Jürgen Schemel, Dirk Appel & Marc Keiterling
Online seit: 25. Dezember 2017

Tja, liebe Capri-Freunde, ich bin´s schon wieder. Auf dem vorherigen Artikel habe ich euch von meinem Weg zum Capri Club Deutschland berichtet, nun berichte ich vom diesjährigen CCD-Workshop in Ingelheim. Unser 3. Vorsitzender, Michael Roth, und unser Aktuell-Redakteur, Marc Keiterling, haben mich freundlich überzeugt. Also gut, ab dafür!

Iserlohn, Ingelheim, das ist ja nicht direkt um die Ecke. Also ging es für mich am 26. August früh um 6 Uhr los. Überflüssig zu erwähnen, dass mich mein Capri wieder zuverlässig und recht pünktlich zu meinem ersten Workshop brachte. Auf dem Gelände des ausrichtenden Autoparks Bihn & Bittmann fand ich bereits reges Treiben vor. Ein freundliches Gesicht wies mich auf eine noch freie Lücke hin, die ich dankend in Besitz nahm.

Der Autopark Bihn & Bittmann wurde Ende August wieder einmal von vielen Capris umsäumt.

Der Autopark Bihn & Bittmann wurde Ende August wieder einmal von vielen Capris umsäumt.

Bekannte Gesichter, erstes Treffen

 

Die ersten Blicke über das Gelände streifend, ließen gleich ein Gefühl von durchdachtem „Motorcraft-Event“ entstehen. Zu den hochsommerlichen Temperaturen passten die bunten Promenadenschirme, dazu eine Vielzahl von Sitzmöglichkeiten, Tischen und Zelten, ein Cateringbereich, umgeben von herrlichen Capris und anderen Boliden. Aufgrund der Vielzahl der Eindrücke bewegte ich mich etwas orientierungslos Richtung Ausstellungsraum in dem der CCD-Ersatzteilestand übersichtlich aufgebaut war. Dahinter, eifrig beschäftigt, das erste bekannte Gesicht: unser „Zweiter“ Wolfgang Stein. Ein Handschlag, „bin neu hier“ und eine kurze Vorstellung meinerseits, schon lagen die Schachtleistendichtungen vor mir. Ein kurzer Rundgang um den Ersatzteilestand weckte diverse Begehrlichkeiten fürs Garagenregal. Den Rundgang nicht ganz beendet kam das zweite bekannte Gesicht auf mich zu, der Mann der an allem „Schuld ist“: Michael Roth. Eine Begrüßung wie unter alten Freunden wurde mir zuteil.

Michael eilte dann wieder nach draußen, um als Organisator dieser Veranstaltung den 10. CCD- Workshop offiziell für eröffnet zu erklären. Es steigt in einem eine leichte Ahnung hoch, welche organisatorische Leistung und Planung im Vorfeld stattgefunden haben muss, um solch´ ein Event auf die Beine zu stellen. Großes Kino!

Rainer Schmelzeisen ließ die Teilnehmer des Workshops beim Tausch einer Hinterachse zuschauen und erklärte unermüdlich, was er gerade aus welchem Grund tut.

Rainer Schmelzeisen ließ die Teilnehmer des Workshops beim Tausch einer Hinterachse zuschauen und erklärte unermüdlich, was er gerade aus welchem Grund tut.