Text: Marc Keiterling
Fotos: Wolfgang Stein, Jürgen Schemel & Anton Feßler
Online seit: 13. Dezember 2017

Anja Merbach erhielt den Wanderpokal für 2018 aus den Händen des 1. Vorsitzenden, Anton Feßler, und des 2. Vorsitzenden, Wolfgang Stein.

Anja Merbach erhielt den Wanderpokal für 2018 aus den Händen des 1. Vorsitzenden, Anton Feßler, und des 2. Vorsitzenden, Wolfgang Stein.

Mit einem 2.3 Liter Super GT aus dem Jahre 1984 begann einst die Sammelleidenschaft. Dieses Auto und der 2.8i sind ja noch sehr normal. Insbesondere als Linkslenker in Deutschland. Dann geht es aber auch schon los mit den Besonderheiten. Ihr II-er in der Farbe Arizonagold-Metallic mit braunem Vinyldach ist ein Rechtslenker. Dies gilt ebenso für den weißen „John Player“ von 1975 sowie für ein seeeeehr besonderes Fahrzeug. Anja besitzt einen Tickford, den Nobel-Hobel mit richtig Leistung aus der Kooperation zwischen Aston Martin und Ford. Mehr zu Anja Merbach und ihrer phantastischen Garage gibt es in der nächsten Aktuell, die im April 2018 vorliegen wird.

Rennsport - inszeniert mit viel Liebe

CCD-Mitglied Georg Klughardt hat bereits im letzten Jahr die Retro Classics mit seinem Stand bereichert. Seine Inszenierung eines Scheunenfunds wurde mit einem Pokal belohnt. In diesem Jahr war der Rennsport das Thema. Drei herausragende Boliden aus dem Kreis der werksseitig eingesetzten Capri präsentierte Georg den zahlreichen Besuchern.

Dieter Glemser pilotierte einst einen der 2,4 Liter starken GT mit Weslake-Motor. Dieses Auto ist eines von nur 50 produzierten Leichtbau-Capris. Glemser, Jochen Mass oder auch Hans Heyer lenkten den Werks-RS von 1973, der sich heute im Besitz von Bernd Siller befindet und vor kurzer Zeit von CCD-Mitglied Gerd Brauneiser wieder zum Laufen gebracht wurde.

Thomas Ammerschläger ist der schlaue Kopf hinter dem Zakspeed-Turbo gewesen. Ammerschläger war in Nürnberg vor Ort und erklärte gern den von ihm für den Capri erdachten „Ground Effect“.

zum Bericht "Termin mit dem Tempomacher"

Im Fokus auf dem Capri-Stand: Thomas Ammerschläger und Jochen Mass.

Im Fokus auf dem Capri-Stand: Thomas Ammerschläger und Jochen Mass.

Weitere Bilder von der Retro Classics in Nürnberg 2017 findet Ihr im   Fotoarchiv

Georg Klughardt zauberte mit den drei Werkscapris der Motorsportabteilung Rennsportatmosphäre pur in die Messehalle. Von links: Leichtbau-Weslake, Gruppe 2-RS und Gruppe 5-Zakspeed. Der CCD war mit einem Infostand vor Ort.

Georg Klughardt zauberte mit den drei Werkscapris der Motorsportabteilung Rennsportatmosphäre pur in die Messehalle. Von links: Leichtbau-Weslake, Gruppe 2-RS und Gruppe 5-Zakspeed. Der CCD war mit einem Infostand vor Ort.


Text: Wolfgang Hommann
Fotos: Wolfgang Hommann, Marc Keiterling
Online seit: 24. Dezember 2017

War es nicht so, dass wir 1976, in meinem Fall im zarten Alter von 15 Jahren, noch bis „in die Puppen“ schlafen konnten? Die Mutter gefühlte drei- bis sechsmal zum Wecken kam und zum Frühstück rief? Der Vater schon längst am Familiensonntag draußen vor der Tür mit Naturschwamm und zwei Eimern Wasser das Auto wusch?

Schnell den Hagebuttentee „genossen“- natürlich mit ordentlich ungesundem Zucker - und ein halbes Brötchen, dass zuvor der Bäckersjunge in den an der Haustür gehängten Beutel gelegt hatte, mit Margarine bestrichen und fix nach draußen: Papa bei der Autopflege helfen.

Mein Job: Den Innenraum mit dem Sauger reinigen. Die schwarzen Stoffpolster gehörten zu einem Taunus L, welcher der Stolz der gesamten Familie war, nachdem sein Vorgänger, ein Käfer 1203, nach vielen Jahren seinen Dienst wegen durchgerosteter Schweller quittieren musste.

Wolfgang Hommann stieß in diesem Jahr neu zum CCD.

Wolfgang Hommann stieß in diesem Jahr neu zum CCD.

Montage einer Nockenwelle

Heute benennt man unseren damaligen Taunus als „Knudsen“. Damals war es das Auto, welches uns nach Jugoslawien in den Urlaub brachte und immerhin erst dort undicht wurde. Eine Allerwelts-Wasserpumpe ließ sich im benachbarten Italien schnell besorgen, Vater konnte sie auch ohne Vorkenntnisse rasch tauschen.

Ebenso - jetzt wieder daheim - die bald eingelaufene Nockenwelle. Die wurde für 49 Deutsche Mark beim örtlichen Ford-Händler geordert und ließ sich ohne Spezialwerkzeug vor der Wohnung am Straßenrand einbauen. Damals bekam der Knudsen vom ADAC die „Silberne Zitrone“, ein unpopulärer Preis, mit dem der Neuwagen mit den meisten Pannen und Herstellungsfehlern „bestraft“ wurde. Heute erntet so ein Typ wohl eher Beifall vom Fachpublikum, wenn man denn einen sein Eigen nennen dürfte.

Familie Hommann im italienischen Campingurlaub. „Im Bild sind von links Campingfreund Giorgio, Tante Ulla mit Neffe Dirk, meine Schwester, ich der Spargel, die Mutter von Giorgio sowie Mutter und Vater Hommann zu sehen“, schreibt Wolfgang zu diesem Bild mit dem „Knudsen“ und Onkel Lothars 12m.

Familie Hommann im italienischen Campingurlaub. „Im Bild sind von links Campingfreund Giorgio, Tante Ulla mit Neffe Dirk, meine Schwester, ich der Spargel, die Mutter von Giorgio sowie Mutter und Vater Hommann zu sehen“, schreibt Wolfgang zu diesem Bild mit dem „Knudsen“ und Onkel Lothars 12m.

Text: Wolfgang Hommann
Fotos: Jürgen Schemel, Dirk Appel & Marc Keiterling
Online seit: 25. Dezember 2017

Tja, liebe Capri-Freunde, ich bin´s schon wieder. Auf dem vorherigen Artikel habe ich euch von meinem Weg zum Capri Club Deutschland berichtet, nun berichte ich vom diesjährigen CCD-Workshop in Ingelheim. Unser 3. Vorsitzender, Michael Roth, und unser Aktuell-Redakteur, Marc Keiterling, haben mich freundlich überzeugt. Also gut, ab dafür!

Iserlohn, Ingelheim, das ist ja nicht direkt um die Ecke. Also ging es für mich am 26. August früh um 6 Uhr los. Überflüssig zu erwähnen, dass mich mein Capri wieder zuverlässig und recht pünktlich zu meinem ersten Workshop brachte. Auf dem Gelände des ausrichtenden Autoparks Bihn & Bittmann fand ich bereits reges Treiben vor. Ein freundliches Gesicht wies mich auf eine noch freie Lücke hin, die ich dankend in Besitz nahm.

Der Autopark Bihn & Bittmann wurde Ende August wieder einmal von vielen Capris umsäumt.

Der Autopark Bihn & Bittmann wurde Ende August wieder einmal von vielen Capris umsäumt.

Bekannte Gesichter, erstes Treffen

 

Die ersten Blicke über das Gelände streifend, ließen gleich ein Gefühl von durchdachtem „Motorcraft-Event“ entstehen. Zu den hochsommerlichen Temperaturen passten die bunten Promenadenschirme, dazu eine Vielzahl von Sitzmöglichkeiten, Tischen und Zelten, ein Cateringbereich, umgeben von herrlichen Capris und anderen Boliden. Aufgrund der Vielzahl der Eindrücke bewegte ich mich etwas orientierungslos Richtung Ausstellungsraum in dem der CCD-Ersatzteilestand übersichtlich aufgebaut war. Dahinter, eifrig beschäftigt, das erste bekannte Gesicht: unser „Zweiter“ Wolfgang Stein. Ein Handschlag, „bin neu hier“ und eine kurze Vorstellung meinerseits, schon lagen die Schachtleistendichtungen vor mir. Ein kurzer Rundgang um den Ersatzteilestand weckte diverse Begehrlichkeiten fürs Garagenregal. Den Rundgang nicht ganz beendet kam das zweite bekannte Gesicht auf mich zu, der Mann der an allem „Schuld ist“: Michael Roth. Eine Begrüßung wie unter alten Freunden wurde mir zuteil.

Michael eilte dann wieder nach draußen, um als Organisator dieser Veranstaltung den 10. CCD- Workshop offiziell für eröffnet zu erklären. Es steigt in einem eine leichte Ahnung hoch, welche organisatorische Leistung und Planung im Vorfeld stattgefunden haben muss, um solch´ ein Event auf die Beine zu stellen. Großes Kino!

Rainer Schmelzeisen ließ die Teilnehmer des Workshops beim Tausch einer Hinterachse zuschauen und erklärte unermüdlich, was er gerade aus welchem Grund tut.

Rainer Schmelzeisen ließ die Teilnehmer des Workshops beim Tausch einer Hinterachse zuschauen und erklärte unermüdlich, was er gerade aus welchem Grund tut.

Text & Fotos: Astrid DahnckeOnline seit: 22. Dezember 2017

Mein Mann, Jens Dahncke, ist seit seiner Jugend ein großer Fan des Ford Capri. Damals konnte er sich das Auto jedoch nicht leisten, dann kamen die Kinder und eine vollwertige „Familienkutsche“ wurde benötigt. Vor ein paar Jahren verriet er mir seinen Traum: „Vielleicht werde ich mir einen Capri kaufen, wenn ich Rentner bin.“

Auf der Suche nach einem ganz besonderen Geschenk zu seinem 60. Geburtstag in diesem Jahr kam ich auf die Idee: Eine Fahrt mit einem Capri, das wäre eine tolle Überraschung! Doch wie sollte ich hier bei uns daheim - wir leben in der Nähe von Hamburg - an einen solchen Wagen kommen?

Zum Glück gibt es ja den Capri Club Deutschland. Ich kontaktierte den für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Herrn des Clubs, Frank Lehmann. Der bot mir sofort seine Hilfe an. „Da helfen wir doch gern, das kriegen wir sicher hin“, hörte ich hocherfreut.

Norbert Käckmeister drehte mit Geburstagskind Jens Dahncke eine Extra-Runde.

Norbert Käckmeister drehte mit Geburstagskind Jens Dahncke eine Extra-Runde.

Schnell war ein Mitglied des Clubs aus dem Norden gefunden und so stand Norbert Käckmeister aus Bargteheide am 24. September mit seinem liebevoll restaurierten Capri vor unserer Haustür. Mein Mann war sehr überrascht und freute sich riesig. Aber das Alllerbeste kam noch: Es war zufällig genau das Modell und auch noch die Farbe, die er besonders gut findet!

Ein besonderes Geschenk zum 60. Geburtstag und eine große Überraschung ermöglichte CCD-Mitglied Norbert Käckmeister Capri-Freund Jens Dahncke aus der Nähe von Hamburg.

Ein besonderes Geschenk zum 60. Geburtstag und eine große Überraschung ermöglichte CCD-Mitglied Norbert Käckmeister Capri-Freund Jens Dahncke aus der Nähe von Hamburg.

Text: Marc Keiterling
Fotos: Heinz Arndt
Online seit: 22. Dezember 2017

Kein Zweifel - ein Totalschaden: Mit etwa 40 Stundenkilometern fuhr der Capri auf den stehenden Mercedes auf, der Oldie wurde massiv beschädigt.

Kein Zweifel - ein Totalschaden: Mit etwa 40 Stundenkilometern fuhr der Capri auf den stehenden Mercedes auf, der Oldie wurde massiv beschädigt.

An einer anderen Stelle dieser Ausgabe ist von einem Traum zu lesen, der (fast) wahr wurde. Hier geht es um einen puren Albtraum, der jedoch noch glücklich endete. Einmal die komplette Skala der Gefühle runter und rauf. Mit Heinz Arndt.

Heinz und seine Lebensgefährtin Elke Hermanowicz gehören zu den sehr aktiven Mitgliedern des CCD. Regelmäßig nehmen sie an Veranstaltungen und Treffen teil, wo sie stets mit ihrem dunkelblauen III-er vorfuhren. Der sehr späte 2,3 Liter mit der Erstzulassung von 1985 besaß eine umfassende Ausstattung inklusive Schiebedach. „Er war optisch noch immer sehr hübsch. Obwohl es inzwischen doch an einigen Ecken zu knuspern begonnen hatte“, sagt er.

Pläne für die Zukunft lagen bereits in der Schublade, beziehungsweise standen in einer Garage. Eine sehr gut erhaltene Karosse konnte er sich vor einiger Zeit sichern. „Aus zwei mach eins“, war der Gedanke. Irgendwann, in ein paar Jahren. „Aus diesem Grund hatte ich auch mehrfach eine wichtige Sache aufgeschoben. Das Gutachten meines Capri war in die Jahre gekommen und angesichts der seither stark gestiegenen Preise auf dem Markt nicht mehr angemessen. Das wollte ich in diesem Jahr noch angehen - doch dann kam uns da was vor die Haube“, lächelt Heinz süßsauer.

Zu einer Wartung hatte er den Wagen bei einem Clubkollegen, dem Kfz-Meisterbetrieb von Dieter Johannes in Oberscheidweiler, abgegeben. Anfang Juli war die Arbeit beendet, Elke und Heinz düsten auf dem Motorrad in die Eifel, um den Capri wieder abzuholen. Elke nahm hinter dem Lenkrad Platz, zurück in die Heimat nach Bornheim. Heinz auf dem Zweirad hinterher.

Kurzbewertung altes Classic Data Gutachten

Text: Robin Stier
Fotos: Capri Club Westerholt
Online seit: 22. Dezember 2017

Wenn der eigene Vater Capri fährt, beide Eltern engagierte Mitglieder in einem Capri Club sind, ist der eigene Weg ja praktisch vorgegeben. Ich heiße Robin Stier, bin 19 Jahre alt und Capri-Fahrer.

Eigentlich hätte ich gerne einen schwarzen II-er gehabt. Hat nicht geklappt. Obwohl: bei der Farbe schon. Ich kannte das Auto. Ein früheres Mitglied des Capri Club Westerholt hatte schon vor vielen Jahren das Hobby Capri aufgegeben. Dirk Zentara und Andreas Berger, die beiden CCW-Vorstände, kauften damals das Auto. Seit 2009 stand es bei uns in der Halle, war zum Ausschlachten vorgesehen.

Wirklich sein Lenkrad: RS gleich Robin Stier. Ob auch die Eltern bei der Namensgebung einst so dachten?

Wirklich sein Lenkrad: RS gleich Robin Stier. Ob auch die Eltern bei der Namensgebung einst so dachten?

Es ist ein schwarzer Super GT, der im November 1984 vom Band gelaufen war und einen Monat später angemeldet wurde. Er besitzt noch den originalen zwei Liter-OHC-Motor mit 101 PS.

Als mein 18. Geburtstag und damit der Führerschein so langsam in Sichtweite kamen, boten Dirk und Andreas mir den Capri an. Ich habe nicht lange über dieses Angebot nachgedacht und Silvester 2015 war der Capri in meinem Besitz. Das Fahrzeug war zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht TÜV-tauglich und musste erst instandgesetzt werden. Mein Wille war es, das Auto bis zum Sommer 2016 straßentauglich zu bekommen.

Robin Stier hatte keine Chance, dem Capri zu entkommen - Eltern und Club sei Dank.

Robin Stier hatte keine Chance, dem Capri zu entkommen - Eltern und Club sei Dank.