Das Ford-Werk Saarlouis wurde am 11. Juni 1970 offiziell eingeweiht. Merkwürdigerweise lief bereits am 20. Oktober 1969 die erste Rohkarosse vom Band. Der „Hundeknochen“-Escort wurde wie alle seine Nachfolger an der Saar produziert. Der Capri war im Südwesten nur ein „Nebenprodukt“, allerdings erlebte hier der einmillionste Wagen dieser Baureihe seinen Bandablauf.

Das Ford-Werk Saarlouis wurde am 11. Juni 1970 offiziell eingeweiht. Merkwürdigerweise lief bereits am 20. Oktober 1969 die erste Rohkarosse vom Band. Der „Hundeknochen“-Escort wurde wie alle seine Nachfolger an der Saar produziert. Der Capri war im Südwesten nur ein „Nebenprodukt“, allerdings erlebte hier der einmillionste Wagen dieser Baureihe seinen Bandablauf.

Das Ford-Werk Saarlouis wurde am 11. Juni 1970 offiziell eingeweiht. Merkwürdigerweise lief bereits am 20. Oktober 1969 die erste Rohkarosse vom Band. Der „Hundeknochen“-Escort wurde wie alle seine Nachfolger an der Saar produziert. Der Capri war im Südwesten nur ein „Nebenprodukt“, allerdings erlebte hier der einmillionste Wagen dieser Baureihe seinen Bandablauf.

Doch im beschaulichen Saarlouis fand am 16. Januar 1970 ein Ereignis statt, das für die Stadt, das gesamte Saarland und die Ford-Welt noch bedeutsamer war: Das erste Fahrzeug rollte im Ford-Werk Saarlouis vom Band.

Es war ein Escort mit 1,1-Liter-Motor und 40 PS. Also ein Auto mit relativ kleinem Motor und relativ wenig Leistung, aber umso größerer Bedeutung. Denn mit diesem Escort begann die Erfolgsgeschichte des Ford-Werks Saarlouis, das sich zu einer der effizientesten Produktionsstätten in der gesamten Branche und zu einem der größten Arbeitgeber des Saarlandes entwickelte.

Bis heute sind in Saarlouis mehr als 15 Millionen Ford-Modelle vom Band gelaufen. Dass das Werk solche Dimensionen erreichen würde, war vor 50 Jahren noch nicht absehbar und wohl auch kaum vorstellbar. Doch von Anfang an wurden große Hoffnung und wirtschaftliche Bedeutung mit dem Ford-Werk verbunden. Das zeigte sich schon allein daran, dass Ministerpräsident Franz-Josef Röder den ersten Ford Escort aus Saarlouis eigenhändig vom Band fuhr.

Inbetriebnahme in Etappen

EtappenBereits dreieinhalb Jahre zuvor, am 16. September 1966, legte Ford-Generaldirektor Robert G. Layton den Grundstein für den Bau des Werks. Es entstand im wahrsten Sinne des Wortes auf der grünen Wiese - nämlich auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Röderberg. Das 1,4 Millionen Quadratmeter große Werkareal war bis dahin von Wiesen und Bäumen überwuchert. Dass Ford sich hier niederließ, lag auch an einem besonders einflussreichen Unterstützer: Ludwig Erhard, damaliger Bundeskanzler und Vater des Wirtschaftswunders, setzte sich beim Ford-Vorstand in Köln für Saarlouis ein. Mit der Ansiedlung von Ford wollte Erhard die saarländische Wirtschaft beleben, die durch die starke Konzentration auf Kohle und Stahl in die Krise geraten war.

Die Produktion im Ford-Werk begann schon 1968, allerdings wurden noch keine kompletten Fahrzeuge hergestellt. Rund 700 Beschäftigte fertigten zunächst Karosserieteile für andere europäische Ford-Werke, aber auch für Renault aus dem benachbarten Frankreich. Im Oktober 1969 entstand dann die erste Escort-Rohkarosse und drei Monate später folgte die eigentliche Geburtsstunde des Automobilwerks Saarlouis.

15 Millionen Fords aus dem Saarland - es waren diese Baureihen: Escort (sämtliche Baureihen), Capri (I-er und II-er bis 1975), Fiesta (erste Baureihe bis 1980), Orion (beide Baureihen), Kuga (erste Baureihe bis 2012) und C-Max (2003 bis 2010 und 2014 bis 2019). Für den Focus ist Saarloius seit Produktionsanlauf 1998 das Stammwerk. Der 15-millionste Focus wurde im Dezember 2019 dem Verkauf übergeben. Sein 2,3-Liter-Motor ist mehr als doppelt so groß wie der des ersten Ford aus Saarlouis. Doch während der Escort der ersten Baureihe 40 PS generierte, bringt der Focus ST 280 PS auf die Straße, also exakt die siebenfache Leistung.

Offiziell eingeweiht wurde das Werk am 11. Juni 1970 bei einem Festakt mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde durch Henry Ford II. Der Enkel des Firmengründers bezeichnete das Fabrikgelände in Saarlouis „als eines der schönsten Ford-Werke der ganzen Welt“. Man habe sich aufgrund der günstigen geografischen Lage für das Saarland entschieden, sagte Ford. „Außerdem glauben wir, dass die Schaffung neuer Arbeitsplätze in diesem Gebiet nicht nur der Bevölkerung an der Saar, sondern auch unserem Unternehmen Nutzen bringt.“

1966: Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Röderberg beginnt der Bau des Saarlouiser Ford-Werks. Am 16. September erfolgt die Grundsteinlegung durch Ford- Generaldirektor Robert G. Layton.

1966: Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Röderberg beginnt der Bau des Saarlouiser Ford-Werks. Am 16. September erfolgt die Grundsteinlegung durch Ford- Generaldirektor Robert G. Layton.

[Text & Fotos: Ford Werke]