Text: Marc Keiterling
Fotos: Matthias Kieper
Online seit: 30. Dezember 2018

Thomas Ammerschläger, Renningenieur und Aerodynamik-Tüftler bei Ford in den 70-er Jahren, stattete dem Team Mücke Motorsport anlässlich des diesjährigen Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring einen Besuch ab. Aus gutem Grund.

Das bekannte Team aus Berlin brachte zwei „Kinder“ Ammerschlägers mit in die Eifel. Den RS 3100 Cosworth setzte Ford in der Saison 1974 in der Deutschen Rennsportmeisterschaft ein. Niki Lauda, Dieter Glemser, Rolf Stommelen, Toine Hezemans und Klaus Ludwig pilotierten den finalen Werks-RS, optimiert von Ammerschläger. 1975 kaufte „Turbo-Maus“ Waltraud Odenthal den von Ford ausgemusterten Wagen und fuhr diesen bis zur Saison 1976.

Thomas Ammerschläger (links), Peter Mücke und die beiden Capris, die es ohne Ammerschläger so nie gegeben hätte.

Thomas Ammerschläger (links), Peter Mücke und die beiden Capris, die es ohne Ammerschläger so nie gegeben hätte.

1978 erteilte der amtierende Ford-Vorstand seinem Renningenieur den Auftrag zur Entwicklung eines Turbo-Capris im Zusammenarbeit mit Erich Zakowski. Der auf einem Rohrrahmen gebaute, ultraflache Turbo, dessen raffiniert geformter Fahrzeugboden für einen riesigen Abtrieb sorgte, triumphierte später mit Klaus Ludwig am Steuer. Das Exemplar von Peter Mücke stammt aus dem Jahr 1980 und ist einer von nur noch zwei fahrbereiten Zakspeed-Turbo.

Die beiden Ammerschläger-Renner also am Ring am Start - und der „Papa“ war am Ende sehr zufrieden: „Peter Mücke hat seine beiden Rennen im Capri überlegen gewonnen.“