Die III-er von Gregor Maxner, Walter Dahmen und Stefan Bäumer präsentierte der CCD auf der diesjährigen Retro Classics Cologne.

Die III-er von Gregor Maxner, Walter Dahmen und Stefan Bäumer präsentierte der CCD auf der diesjährigen Retro Classics Cologne.

Text: Marc Keiterling & Veranstalter
Fotos: Frank Lehmann
Online seit: 23. November 2018

War die Fläche nun größer oder nicht? War die Resonanz wie im Vorjahr? Oder besser? Oder schlechter? Zur diesjährigen Retro Classics Cologne, die vom 15. bis zum 18. November in der Domstadt stattfand gibt es durchaus verschiedene Wahrnehmungen.

Unzweifelhaft ist, dass der Capri Club Deutschland auch in diesem Jahr in der Koelnmesse präsent war. Drei III-er zeigten wir aus Anlass des Verkaufsstarts der Baureihe vor 40 Jahren. Walter Dahmen, Stefan Bäumer und Gregor Maxner hatten ihre Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Das zumeist vierköpfige Messeteam begrüßte über die Tage verteilt mehrere Clubmitglieder am Ford-Stand. Das Werk hatte erneut in Kooperation mit verschiedenen Clubs einen Stand auf die Beine gestellt.

In den neuen Hallen 6 und 9 waren laut Angaben des Veranstalters 450 Aussteller auf mehr als 40.000 Quadratmetern dabei, die mehr als 1.500 Fahrzeuge präsentierten. „Man sagt, dass alles, was im Rheinland zum zweiten Mal stattfindet, eine Tradition ist“, scherzte Karl-Ulrich Herrmann, Geschäftsführender Gesellschafter des Veranstalters Retro Messen GmbH. „Daran wollen wir uns halten. Köln ist das Silicon Valley des Motorenbaus. Ich sehe daher eine gute Zukunft für die Retro Classics Cologne und gehe davon aus, dass sich die Messe gut etabliert hat. Wir sind sehr zufrieden mit dem Besucherzustrom, und auch das positive Feedback aus der Szene gibt uns Recht.“

Ohne hier übermäßig viel „Wasser in den Wein“ schütten zu wollen: Mindestens der Besucherzustrom ließ an zwei Tagen ein sehr entspanntes Schlendern durch die beiden Hallen zu - freundlich ausgedrückt. Am Donnerstag und Freitag hielt sich der Zulauf in äußerst überschaubaren Grenzen. Am Samstag zog das Interesse dann spürbar an. Und am Sonntag - hier öffneten sich die Tore zu einem reduzierten Eintrittspreis erst am Mittag - setzte letztlich eine kleine Invasion an Interessierten ein.

Gute Truppe, gute Stimmung - und am Sonntag auch richtig was zu tun.

Gute Truppe, gute Stimmung - und am Sonntag auch richtig was zu tun.

Viele Aussteller lobten nach Veranstalterangaben die hohe Qualität des Messepublikums. So sei mehr als ein Viertel der Besucher mit beruflichem Hintergrund zur Messe gekommen, über 60 Prozent besitzen bereits einen oder mehrere Klassiker.

Fotoarchiv Retro Classics 2018

Kurzer Video-Rückblick Retro Classics 2018 von Wolfgang Wagner


Die Ausfahrt 2018 führte den CCD auch nach Alpen. Nicht in die Alpen, der Niederrhein war das Ziel.

Die Ausfahrt 2018 führte den CCD auch nach Alpen. Nicht in die Alpen, der Niederrhein war das Ziel.

Text: Elke & Gerhard Weinfurter
Fotos: Gerhard Weinfurter, Dirk Appel & Anton Feßler
Online seit: 05. November 2018

Der CCD führt bekanntlich alle zwei Jahre eine Clubausfahrt durch. In diesem Jahr führte uns die zehnte Ausfahrt an den Niederrhein nach Wesel. Die Organisation übernahm zum ersten Mal unser Mitglied Ralf Geisler. Er trat in die großen Fußstapfen des ehemaligen Organisators Bernd Steeg. Um es vorweg zu nehmen: Ralf hat die Planungen erstklassig durchgeführt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass wir uns auf weitere Ausfahrten unter seiner Regie freuen dürfen. Wir trafen nach und nach am Freitag im Welcome Hotel in Wesel ein, in dem sehr schöne Suiten auf uns warteten.

Die Hotelanlage war ursprünglich, wie wir erfuhren, als Seniorenresidenz geplant, dadurch sind die Hotelzimmer überdurchschnittlich groß und perfekt ausgestattet. Also genau das Richtige für uns „Capri- Senioren“. Der Wettergott hatte dankenswerter Weise seine große Klimaanlage eingeschaltet und ließ uns nicht - wie im Sommer 2018 üblich - schmoren. Dank der uns vorher von Ralf zur Verfügung gestellten Informationen über möglichst staufreie Anfahrtsstrecken kamen wir entspannt an unser Ziel, mit Ausnahme von Lutz Bönisch, dessen Capri ein wenig „kränkelte“. Walter Dahmen, alias „Capri-Gott“, kam ihm zu Hilfe und machte das Unmögliche möglich. Lutz konnte am Samstag starten, denn Walter hatte sein fahrbares Ersatzteillager wie immer dabei.

Nach dem obligatorischen Sektempfang durften wir uns an einem reichhaltigen Buffet erfreuen. Am späteren Abend erfolgte die Startnummernvergabe, diesmal auf eine etwas andere Art. Ralf ließ uns verschlossene Tüten ziehen, in denen uns Münzgeld die Startnummer verriet. Wer sich auf das Gewicht der Tüte verließ, lag nicht immer richtig, denn es lagen Cent- und Eurostücke darin.

Die erste „Hammer“-Aufgabe

Nach dem Frühstück ging der erste Teilnehmer um 10 Uhr auf die Strecke. Der Start erfolgte im Zwei-Minuten-Abstand nach Durchführung der ersten „Hammer“-Aufgabe. Hier war weit vorn, wer mit einem „geknickten“ Hammer einen Nagel möglichst weit in eine Brett treiben konnte. Das winklige Schlagwerkzeug knallte übrigens mehr als einmal ohne Berührung des Nagels auf das Holz.

Text & Fotos: Marc KeiterlingOnline seit: 20. September 2018

36 aus 95 – so lautete die Formel zum Besuch der Ford Classic Cars auf dem Werksgelände in Köln-Niehl. 95 Mitglieder des CCD hatten sich im Vorfeld um die 36 zur Verfügung stehenden Plätze beworben. Die Gewinner wurden im Rahmen des Capri-Teilemarkts im Mai in Gelsenkirchen ermittelt.

Treffpunkt Tor 3 am Freitagmorgen. Aus den verschiedensten Richtungen reisten die Mitglieder an diesem 24. August zum Rhein. Die meisten im Capri, einige bevorzugten unter anderem aufgrund der langen Anfahrt „Verbrauchsautos“. Direkt an den großen Fluss – zu diesem Zeitpunkt mit einem Pegel von deutlich unter einem (!) Meter – schmiegt sich das weitläufige Werk, wo wir von Helga Müller, die sich im Hause Ford um die Clubbetreuung kümmert, erwartet wurden. Mit einer spürbaren Erwartungshaltung, der Freude auf ein besonderes Erlebnis.

Für den CCD hat Ford eine Parkfläche im Werk reserviert.

Für den CCD hat Ford eine Parkfläche im Werk reserviert.

Zunächst durften die Capris vom außenliegenden Besucherparkplatz durch das Tor auf das Werksgelände rollen, wo ein Platz für die Kult-Coupés reserviert war. CCD-Vorstand Frank Lehmann, der sich im Vorfeld mit allen organisatorischen Fragen befasst hatte, wies die Autos professionell ein. Danach markierte das Henry Ford-Denkmal den Weg. Am in ein Stein gemeißelten Motto des Firmengründers („und trotzdem vorwärts“) vorbei ging es im Gänsemarsch an der Kaimauer zwischen Werkhalle und Rhein entlang. An der nächsten Halle sagen es dann die Beschilderungen: Hier befinden sich das allgemeine Besucherzentrum und die Classic Cars.

Text: Frank Lehmann
(Quellen - Buch: Turbo May – Rennfahrer, Ingenieur und Forscher & Website: www.ford-capri.ch)
Fotos: Archiv Werner Eisele, Archiv Michael May & Anton Feßler
Online seit: 31. August 2018

Wie es auch in meinem Beitrag über die Motorworld Classics Bodensee erwähnt wird, hier nun ein sehr ausführlicher Bericht über  Michael May.

Vielen im Kreise des CCD ist bekannt, dass ich begeisterter Fahrer eines 69er 2.3 GT Turbo May bin, der schon seit vielen Jahren Birgit und mich auf vielen schönen Treffen begleitet hat. Niemals hatte ich mir vorstellen können, dass ich Michael May einmal persönlich treffen könnte. Zwei Buchvorstellungen des in der Szene bekannten Motorsport- Fotografen Werner Eisele während dieser Messe machten es möglich. Diese sind: „Turbo May: Rennfahrer, Ingenieur und Forscher“ sowie „Werner Eisele: Motor Racing Photography“. Eisele persönlich informierte den Stand des Capri Team Weilheim-Schongau, dass sein jahrelanger Freund Michael May zu dieser Präsentation anwesend sein wird. Und so kam es an dem Samstagnachmittag zu diesem für mich außergewöhnlichen persönlichen Treffen. Der Adrenalinspiegel hatte einen sehr hohen Ladedruck bei mir!

Multitalent Michael May

Michael May war und ist ein Multitalent, vor allem für die Etablierung des Turbo bekannt und seine Firma Turbo May sorgte in den 60er und 70er Jahren für viel Aufsehen. Aber auch andere interessante Projekte prägten die Laufbahn von Michael May.

Michael May mit Mitte 30 und den ersten von ihm getunten Capris.

Michael May mit Mitte 30 und den ersten von ihm getunten Capris.

Außergewöhnliche Ansichten werden durch kamerabestückte Drohnen ermöglicht. Im Rahmen der WDR-Dokumentation „Das Experiment“ wurde der IIer bei einer Alleedurchfahrt aus der Vogelperspektive begleitet.

Außergewöhnliche Ansichten werden durch kamerabestückte Drohnen ermöglicht. Im Rahmen der WDR-Dokumentation „Das Experiment“ wurde der IIer bei einer Alleedurchfahrt aus der Vogelperspektive begleitet.

Text: Marc Keiterling
Fotos: Frank Poelk, Matthias Fuchs & Benjamin Braun
Online seit: 30. August 2018

2017 startete der WDR eine Fernsehreihe mit dem Titel „Das Experiment“. Nach vier Folgen im vergangenen Jahr wird diese Serie nun fortgesetzt. Die Produktionsfirma „Ansager & Schnipselmann“ stellt die Reportagereihe, in der Menschen in ungewohnte Situationen gebracht werden, im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) her.

Die ins Experiment involvierten Menschen erhalten Gelegenheit, ihre bisherige Haltung zu gesellschaftlich relevanten Themen zu hinterfragen. Immer geht es dabei um Themen, zu denen fast jeder eine Meinung hat und bei denen sehr schnell um das Für und Wider gestritten wird. Es geht etwa um den digitalen Alltag im Vergleich zur analogen Welt und um persönliche Unabhängigkeit. Die Protagonisten werden auf Reisen durch eine für sie ungewohnte Welt begleitet. Sie erleben und lernen, wie sie an Herausforderungen wachsen. Der Zuschauer sieht, wie sie ihre Vorurteile pflegen oder revidieren. Und können als Zuschauer am Ende entscheiden, was sie selbst von dem, was sie im Experiment beobachten konnten, in den eigenen Alltag überführen möchten.

An insgesamt sechs Drehtagen standen, saßen oder liefen Beate und Marc Keiterling durch insgesamt fünf Jahrzehnte, begleitet von den Kameras.

An insgesamt sechs Drehtagen standen, saßen oder liefen Beate und Marc Keiterling durch insgesamt fünf Jahrzehnte, begleitet von den Kameras.

Text & Fotos: Wolfgang Ribatzky
Online seit: 30. August 2018

Die Frühjahrssitzung dieses Jahres war für Neu-Mitglied Wolfgang Ribatzky die erste CCD-Veranstaltung. Er ist Besitzer eines recht seltenten Exemplars. Dies waren gleich zwei gute Gründe ihn um einen Bericht für die Capri aktuell zu bitten. „Erst habe ich gedacht: Muss das sein? Auf der Heimfahrt am nächsten Tag habe ich mir dann jedoch überlegt: Warum eigentlich nicht?“ So stand es in der Mail, die den Postkasten der Aktuell erreichte. Prima, dann mal los!

„Du spinnst!“

„Seit sechs Jahren fahren wir Oldtimer, einen Triumph TR 6. Das Auto macht uns sehr viel Freude und wir haben damit schon tolle Reisen unternommen. Das Handicap war immer, wenn wir damit fahren wollten, war das Wetter entweder/oder. Trotzdem war Offenfahren immer schön und andere Cabrio-Besitzer freuten sich mit uns über schönes Wetter. Aber was wenn? Und Lust auf Ausflüge mit dem `Oldie` hatten wir immer. Was tun? Erste Anregungen meinerseits: Wir sollten ein Auto mit einem festen Dach haben. Abgetan im Hause Ribatzky mit einem schlichten `Du spinnst`! Aber im Sternkreiszeichen des Fisch geborene Menschen sind hartnäckig. Und im Netz bei den einschlägigen Foren zu suchen kostet ja nichts. Ich weiß nicht mehr wie viele Mercedes, BMW, Opel und so weiter ich mir angesehen habe. Der maximale Preis und ein Modell ohne allzuviel Elektronik war gesetzt. Über ein Jahr habe ich immer wieder im Netz gesurft, mit wenig Erfolg.

Landstraße mit 100? Schneller!

Ein Familientreffen folgte. Alle waren da, dann kam das Gespräch auf Autos. Meine Chance. Zwei Stunden zuvor hatte ich einen Capri III mit 3 Liter- Motor im Netz entdeckt. Zugegeben mit der Farbe weiß/rot nicht ganz das, was ich mir unter einem schönen Auto vorstelle. Aber ein Capri mit drei Litern Hubraum? Gab es das wirklich? Hatte ich nie gehört, und ich habe in meiner Jugend doch einige Capri gesehen. Und dann noch mit Kotflügelverbreiterung!

Meine Erinnerungen an den Opel Ascona wurden wach. Damals - noch in einer Nacht zu Zeiten bevor die maximale Geschwindigkeit auf Landstraße auf 100 Stundenkilometer begrenzt wurde - habe ich die Strecke von Ulm nach Landsberg in 65 Minuten geschafft. Leicht über 100 Sachen, großartige Erinnerung. Capri statt Ascona? Ich habe die Bilder der Familie gezeigt. ´Was ist das denn? Du spinnst!´ Zustimmung hört sich anders an, trotz der Aussagen beschloss ich aber, mir das Ding einmal anzuschauen.

Keine Probefahrt - trotzdem gekauft

Am darauffolgenden Montag habe ich bei dem Händler angerufen und gefragt, ob es das Auto noch gibt.

In originaler Optik - vom Sonnendach und den Befestigungspunkten des früheren Heckspoilers abgesehen - steht Wolfgang Ribatzkys 3 Liter nun wieder da.

In originaler Optik - vom Sonnendach und den Befestigungspunkten des früheren Heckspoilers abgesehen - steht Wolfgang Ribatzkys 3 Liter nun wieder da.