Text: Ralf Heil
Fotos: Oliver Schmid
Online seit: 20. Juli 2018

Das Jahr 1968 war eines des Um- und Aufbruchs - nicht nur politisch und gesellschaftlich. Auch für die deutsche Automobilwirtschaft war es ein Jahr, in dem Weichen gestellt wurden. Die Einführung neuer Fahrzeugtypen entschied über Wohl und Wehe mancher Hersteller, ja gar über deren Fortbestand.

Dies nahm der Hessische Rundfunk im Frühsommer zum Anlass einer siebenteiligen Serie. NS Ro80, Mercedes 200 Baureihe W114/115 „/8“, Audi 100, BMW 2500 Baureihe E3, VW 411, Opel GT und Ford Capri wurden in der Hessenschau unter dem Titel „68er Drive“ von Autor Oliver Schmid vorgestellt.

Schmid meldete sich im Januar 2018 bei Frank Lehmann als Ansprechpartner Öffentlichkeitsarbeit des CCD. In Nordhessen, idealerweise in der Nähe des HR-Studios Kassel, sei ein Capri gesucht. In jedem Fall ein Ier, super wäre ein frühes Modell mit dem Aussehen des Ur-Capri. Frank stellte die Verbindung zum Capri Club Rhön und zu mir her.

Fürs „Babbeln“ der richtige Mann

Wir haben im Club solche Fahrzeuge zu bieten, so habe ich gleich die entsprechenden Clubkollegen gefragt. Sie haben jedoch alle abgelehnt und meinten, ich solle das machen. Eine Begründung war, dass ich doch in Sachen „Babbeln“ der richtige Mann sei. Ich habe dann einige Tage überlegt ob ich meinen Capri zu Verfügung stellen sollte und habe mich schließlich dafür entschieden. Obwohl mein 73er strenggenommen nicht dem Wunsch des Senders entspricht. Der HR wollte schließlich einen Capri in der 68er Optik, was der Facelift ja bekanntlich nicht bietet.

Alles gepflegt zum Geburtstag des CCW: Rasen und Autos strahlen mit der Sonne um die Wette.

Alles gepflegt zum Geburtstag des CCW: Rasen und Autos strahlen mit der Sonne um die Wette.

Alles gepflegt zum Geburtstag des CCW: Rasen und Autos strahlen mit der Sonne um die Wette.

Einen interessanten Drehtag erlebte Ralf Heil (unten am Auto) mit dem Fernsehteam des Hessischen Rundfunks.

Ich habe also Oliver Schmid telefonisch kontaktiert und mir noch einige Fragen vorab beantworten lassen. Es wurde ein Termin für die Fernsehdreh festgelegt und das hieß für mich zunächst einmal: Arbeit.Der Capri brauchte eine Grundreinigung, sprich Motor, Innenraum und Karosse aufpolieren. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen die ich schon lange ändern wollte. Insbesondere die Frontscheibe erneuern, Sitze neu aufpolstern und Federn ersetzen. Da ich auch einen alten Knaus Monsun Wohnwagen besitze, wollten sie diesen auch gern sehen.

Dann war nun der Tag gekommen und es wurden die ersten Fotos geschossen, Interviews gedreht und Luftaufnahmen mit einer Drohne gemacht. Dies dauerte von 10 bis 18 Uhr. Da das Kamerateam Strom brauchte mussten sie in die Garage in der meine „Ruine“, ein IIIer, steht, den ich demnächst restaurieren werde. Sie wollten das Ding unbedingt mit in die Aufnahmen bringen. Ich durfte nichts an ihm verändern, insbesondere den drei Jahre alten Staub.

Zugegeben: Ich war ziemlich nervös. Aber es sind wirklich einige tolle Aufnahmen und eine schöne schöne Reportage entstanden. Den Beitrag könnt Ihr hier    anschauen. Eine Erfahrung, die nicht missen möchte, mit einem sehr netten Fernsehteam. Ich kann jedem, der eine solche Möglichkeit bekommt, an einem Termin dieser Art mitzuwirken.